Landesbehindertenbeauftragter Ottmar Miles-Paul besucht BSK


(27.02.08 bsk-pr) BRAUNEBERG „Ihr Engagement hier an der Mittelmosel für die Belange von Menschen mit Behinderung ist weit über die Grenze hinaus bekannt“ lobte der neue Landesbehinderten- beauftragte
Ottmar Miles-Paul die Arbeit des BSK-Bereichs in Brauneberg.


Bei einem Zwischenstopp auf der Fahrt zur Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich, informierte sich Miles-Paul über die Aufgaben des BSK und seine Ziele. Begleitet wurde er von Matthias Rösch vom Ministerium für Arbeit und Soziales in Mainz.

„Die Defizite hier an der Mittelmosel liegen im Freizeit- und Gastronomiebereich sowie beim ÖPNV“, beschrieb Anita Reichert, Vorsitzende des BSK-Bereichs Mittelmosel e.V., die Baustellen ihrer Arbeit. „Noch zu wenige WC´s für Rollstuhlfahrer oder fehlende Rampen diskriminieren Rollifahrer“.

Gisela Degen, selbst Rollstuhlfahrerin und Mitglied im Vorstand des BSK-Mittelmosel, bemängelt die Rückschritte im Service-Bereich mancher Dienstleister: „Die alten  Bankautomaten waren für Rollstuhlfahrer benutzbar, viele der neuen sind es nicht mehr, weil sie nicht unterfahrbar sind. Und das, obwohl der Landesbeirat für behinderte Menschen Zielvereinbarungen mit den Sparkassen getroffen haben“.

„Um eine größtmögliche  Barrierefreiheit zu erreichen, ist die Zusammenarbeit der Verbände und Einrichtungen vor Ort von großer Bedeutung“, so Miles-Paul.

Beeindruckt zeigte er sich von der Parkplatz-Markierung eines Einkaufscenters in Idar-Oberstein „Hier traut sich keiner ohne Berechtigung zu Parken“

Für den Nachmittag standen noch Gespräche mit Landrätin Beate Läsch-Weber, ein Besuch bei der Maria-Grünewald-Einrichtung und die Teilnahme an der Sitzung des Beirats für behinderte Menschen auf dem Programm von Ottmar Miles-Paul und Matthias Rösch.

"Selbstbestimmt leben in einer Welt ohne Barrieren"